02.08. Unternehmerbuffet

Unternehmerbuffet in Neufahrn

Am 02.08.2017 lud MdB Erich Irlstorfer zusammen mit dem CSU Ortsverband Neufahrn alle Gewerbetreibenden und Unternehmer zum Unternehmerbuffet ins Hotel / Gasthof Maisberger ein.

Ortsvorsitzender Hans Mayer begrüßte die Besucher. Die CSU Neufahrn würde den Kontakt mit den örtlichen Betrieben immer wertschätzen (s. Wirtschaftssommer) und er freue sich, den Teilnehmern mit dieser Veranstaltung ein Forum bieten zu können, um mit der Politik, aber auch untereinander ganz unkompliziert ins Gespräch zu kommen. MdB Erich Irlstorfer eröffnete das Buffet und die Gäste nutzten die Gelegenheit zum gemeinsamen Austausch.

Im Landkreis Freising haben wir derzeit eine Arbeitslosenquote von 1,9%. Dies bedeutet Vollbeschäftigung. MdB Erich Irlstorfer kann sich aber auch noch sehr gut an die Ausbildungssituation im Jahr 2005 erinnern. Damals wurde die Ausbildungsoffensive (AOF), dessen Vorsitzender er ist, im Landkreis gegründet. Zu dieser Zeit hatten wir im Landkreis fast 500 Jugendliche mit Schulabschluss, denen kein Ausbildungsplatz vermittelt werden konnte. Die AOF unterstützte die Jugendlichen mit Bewerbertrainings und Betriebsbesuchen und half ihnen bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Viele Eltern hätten damals bei Erich Irlstorfer angerufen und nachgefragt, ob er nicht einen Platz für die Tochter oder den Sohn wüsste. Otto Wiesheu wurde vor einer sehr langen Zeit dafür belächelt, als er die Unternehmer aufgerufen hatte auf Vorrat auszubilden. Heute sieht die Situation gänzlich anders aus. Derzeit stünden 88 Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz, welche allerdings noch nicht ausbildungsfähig sind, immerhin 470 unbesetzte Lehrstellen gegenüber. Jetzt wären es die Betriebe, gerade im Handwerk, die händeringend nach Auszubildenden suchen würden und die jetzt bei ihm anrufen. So schnell hätte sich das Blatt gewendet.

Tatsache ist auch, dass die heimischen Unternehmen von sogenannten „Staubsaugern“ umgeben seien. Dies sind Betriebe, wie z. B. Audi oder BWM, welche die ausgebildeten Fachkräfte nach der Ausbildung abziehen, auch weil sie höhere Löhne und Sozialleistungen zahlen könnten. Dieses langsam wachsende Problem würde vielen Betrieben die Motivation nehmen, die geforderten Ausbildungsstellen auch tatsächlich einzurichten und anzubieten.

Bei vielen Berufen, z. B. in der Kinderbetreuung und bei den Pflegeberufen muss allerdings finanziell dringend nachgebessert werden um diese Berufe wieder attraktiv zu machen. Hier ist man in Berlin gerade sehr intensiv im Gespräch.

Ein großes Thema in unserem Ballungsraum ist auch die Schaffung von Wohnungsraum für unsere so dringend benötigten Arbeitskräfte. Die Betriebe brauchen Mitarbeiter, aber wo finden diese zu bezahlbaren Preisen eine Wohnung? Hier müssen Bund und Länder sowie die Kommunen zusammenarbeiten. Der Freistaat Bayern hätte hier ein sehr attraktives Wohnbauförderprogramm aufgelegt, was die Gemeinden aber auch private Investoren nur mutig aufgreifen sollten.

Was das internationale Engagement der heimischen Unternehmen betrifft, so hätte Erich Irlstorfer die interessante Erfahrung gemacht, dass aus den drei Landkreisen des Bundestagswahlkreises Freising (Freising, Pfaffenhofen, Schrobenhausen) überproportional viele Betriebe auf dem afrikanischen Kontinent tätig seien – insbesondere aus dem Umfeld des Weihenstephaner Wissenschaftsbetriebes. Er würde dies sehr begrüßen, könnten doch die richtigen Investitionen gerade in Afrika dazu beitragen, die wirtschaftlichen Strukturen in den dortigen Ländern nachhaltig zu stärken und manchem hoffnungslosen Jugendlichen mit Gedanken an eine Flucht nach Europa wieder eine wirtschaftliche Perspektive in der Heimat gaben. Haben wir nicht schließlich alle gesehen (und sehen es leider immer noch), dass ungeordnete Flüchtlingsbewegungen nach Europa vielerorts zu einer Gefahr für den inneren Frieden in europäischen Ländern geworden sind. Hier könnte letztendlich aus einem funktionierenden unternehmerischen Engagement in den ärmsten Ländern eine praktische Friedenspolitik werden.

Sonja Aigner