Neujahrsempfang

CSU Ortsvorsitzender Oskar Dernitzky konnte zum 3. CSU-Neujahrsempfang zum Thema „Ehrenamt und Inklusion im Sport“ des Ortsverbands Neufahrn über 200 Gäste im großen Saal des Hotel Gumberger in Neufahrn begrüßen. Es freute ihn ganz besonders, dass er als Gastredner Frau Ina Stein, die Präsidentin der Special Olympics Bayern und den Sonderbotschafter der Special Olympics und ehemaligen Skirennläufer Christian Neureuther gewinnen konnte. Zu den Special Olympics hat er eine ganz besondere Beziehung. 2012 erhielt er aufgrund seiner Mitarbeit als Präsident des Boccia Bund Deutschland telefonisch die Anfrage, ob er es sich vorstellen könnte, die Special Olympics im Münchner Olympiastadion zu eröffnen. Zusammen mit 14.000 geistig behinderten Sportlern, deren Betreuer und unserem Bundespräsidenten Joachim Gauck war es für ihn ein einschneidendes und prägendes Erlebnis. Diese Sportler handeln noch nach dem Motto: „Lass mich gewinnen, doch wenn ich nicht gewinnen kann, dann lass mich mein Bestes geben.“ Das Ehrenamt muss geachtet, respektiert und unterstützt werden.

Ina Stein referierte zum Thema „Inklusion im Sport“. Für viele unserer Mitmenschen ist das Wort „Inklusion“ (Einschluss) noch etwas weiter erklärungsbedürftig. Aus diesem Grund wurde ein kurzer Film über die Special Olympics und deren Aufgaben und Wirken gezeigt. Die Special Olympics ist die weltweit größte Sportorganisation für Menschen mit geistiger Behinderung und als Einzige vom IOC autorisiert, den Titel zu nutzen. Das Ziel der Special Olympics ist das Motto „Dabei sein ist alles“. Dieser Leitsatz steht im Mittelpunkt. Unabhängig vom Grad ihrer Behinderung haben die Menschen hier die Chance, in ihrer jeweiligen Sportart zu gewinnen. Und jeder gewinnt für seinen Mut und seine individuellen Leistungen. Inklusion bedeutet aber auch, dass sich das System an die Bedürfnisse der Behinderten anpassen muss und nicht der Behinderte an das System. Dies funktioniert natürlich nicht von heute auf morgen, dies dauert Jahrzehnte. Der Sport ist zur Überwindung von Barrieren ein sehr gutes und nützliches Mittel. Dazu braucht es viele ehrenamtliche tätige Menschen, die dieses System unterstützen und es nach vorne bringen. Allen voran die Botschafter, welche die Philosophie der Special Olympics nach außen tragen.

Der CSU Landratskandidaten Josef Hauner danke dem Ortsverband für die sehr gelungene Organisation dieses Abends mit so interessanten und bekannten Gastrednern. Hier im Saal sitzen ganz viele ehrenamtlich tätige Bürgerinnen und Bürger, die sich das ganze Jahr über im Stillen für die Belange ihrer Mitmenschen tatkräftig einsetzen. Dies trägt dazu bei, dass unser Landkreis so lebenswert und für die Menschen in der Region so liebenswert ist. Unsere ehrenamtlich Tätigen sind die „Stillen Helden des Alltags“. Dies alles trägt dazu bei, dass wir hier gut und gerne leben und eine gesicherte Zukunft haben. Es muss uns allen bewusst sein, dass ohne die Ehrenamtlichen unser System einen großen Schaden erleiden würde.

Christian Neureuther stellte in seiner spritzigen bayerischen Art die Frage: „Was ist das Wichtigste, was wir (ganz besonders auch unseren Kindern) schenken können? – Zeit natürlich“. Und genau das ist das große Problem unserer modernen Gesellschaft. Christian Neureuther erzählte – neben kleinen Anekdoten aus dem neureutherischen Familienleben -, dass es einfach umwerfend ist, was man in diesem Punkt als Sonderbotschafter bei den Special Olympics von den Sportlern zurück bekommt. Das ist mit Worten gar nicht zu beschreiben. „Diese Sportler erleben mit voller Begeisterung die Wettkämpfe. Das ist der Wahnsinn.“ Sie bilden dabei ein Team, eine Einheit, etwas ganz Einzigartiges mit sehr viel Emotionen. Man kehrt nach Hause zurück und ist einfach glücklich, dabei und ein Mitglied dieses Teams gewesen zu sein. Gerade von geistig Behinderten bekommt man so viel Wärme zurück. Er appelierte an seine Zuhörer: „Geht’s a moi a Risiko ei, gehts hinaus, lasst´s eich für a Ehrenamt wählen und traut´s eich an Menschen mit geistiger Behinderung ran. Da holts eich für eia eignes Leben so vui raus.“