Wirtschaftssommer 2017

Jungheinrich in Mintraching

Bereits zum zweiten Mal besuchte eine Abordnung des CSU-Ortsverbands Neufahrn ihm Rahmen des traditionellen Wirtschaftssommers die Firma Jungheinrich an der Bajuwarenstr., direkt an der ehemaligen B 11. Das börsennotierte Unternehmen gehört weltweit zu den führenden Betrieben seiner Branche.

Lt. Vorsitzendem Hans Mayer legt der Ortsverband großen Wert auf den guten Kontakt zu den örtlichen Betrieben, wobei im Falle Jungheinrich für die CSU aus aktuellem Anlass ein erneuter Besuch angebracht schien. Wollten wir doch von Dr. Tobias Harzer, Leiter des Vertriebszentrums Süd, wissen, wie dessen Unternehmen die vielfältigen Entwicklungen in unmittelbarer Nähe des Standortes (Erweiterung Kino, Skydiving-Anlage, Produktionsstätte mit Gästehaus und Imbiss, Parkplatzsituation) einschätzt und welche Folgen diese Veränderungen für Jungheinrich haben werden.

Dr. Harzer betonte, dass das Unternehmen und die Mitarbeiter mit dem Standort grundsätzlich zufrieden seien. Ein großes Plus ist hierbei die gute Verkehrsanbindung direkt an der Autobahnausfahrt. Bedauerlicherweise fehlt weiterhin die schon bei Planungsbeginn von der Gemeinde zugesagte öffentliche Verkehrsanbindung mit der S-Bahn. Da der Bau einer Haltestelle aber neben der Kostenübernahme durch die Gemeinde auch vom Bau der 2. Stammstrecke in München und der Einrichtung einer Express-S-Bahn zum Flughafen abhängig sein wird, wird dieser Bahnhof nicht kurzfristig realisiert werden können (realistische Größenordnung: größer 10 Jahre). Umso positiver ist es, dass im Gemeinderat Neufahrn im letzten Jahr – im Übrigen eine alte Forderung des CSU-Ortsverbandes seit 2010 – endlich eine Busverbindung auf den Weg gebracht wurde, welche das gesamte Gewerbegebiet Römerweg mit den S-Bahnhöfen Neufahrn und Hallbergmoos verbindet. Mit dieser Linie, die mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2017 startet, wird die alte Forderung der Römerweg-Betriebe nach ÖPNV-Anbindung erstmals umgesetzt.

Was die Entwicklung des Gewerbegebiets Römerweg betrifft, so hat das Unternehmen nicht damit gerechnet, dass die Zahl der Vergnügungsstätten in unmittelbaren Nähe so zunimmt. Nichts desto trotz hat man z. B. mit dem Nachbarn Kino ein gutes Verhältnis und man hilft sich auch schon mal mit Parkplätzen untereinander aus, was nicht zuletzt deshalb auch möglich sei, weil die Gäste des Kinos eher nach Geschäftsschluss kämen. Jetzt bleibt abzuwarten, wie sich das Verhältnis zum neuen Nachbarn Skydiving entwickelt. Da der firmeneigene Parkplatz schon heute an seine Grenzen stößt, nutzten die Mitarbeiter bereits den Seitenstreifen der Straße. Es ist zu befürchten, dass nach Inbetriebnahme der Skydiving-Anlage das Parken zum Problem werden könnte.
Mit den übrigen ansässigen Betrieben im Gewerbegebiet sei Jungheinrich sehr zufrieden, zumal es Kunden des Unternehmens sind und man gegenseitig vom guten Ruf und gutem Image profitiert.

Der geplante Hotelbau am östlichen Rand des Gewerbegebietes wäre für Jungheinrich sehr interessant, da viele Kunden des Unternehmens zur Übernachtung bis Hallbergmoos und Freising fahren würden. Sehr positiv sieht Herr Dr. Harzer die Entscheidung des Gemeinderates, den Antrag auf Anhebung der zulässigen Wandhöhe auf 20 Meter in direkter Nachbarschaft abgelehnt zu haben.

Jungheinrich bietet neben hochwertigen Flurförderfahrzeugen auch erstklassigen Kundendienst und Service. Dies setzt ein gut ausgebautes Servicenetz voraus. Vom großen Wachstum im Onlinehandel profitiert auch das Unternehmen. Ein sehr großes Problem ist allerdings die Akquisition geeigneter Arbeitskräfte. Im Landkreis herrscht faktisch Vollbeschäftigung und durch die hohen Lebenshaltungskosten sind Mitarbeiter von außerhalb so gut wie nicht zu bekommen. Wegen bezahlbarer Wohnungen hätten sich viele seiner Mitarbeiter in Richtung Landshut orientiert.

Derzeit sind am Standort Mintraching ca. 50 Mitarbeiter beschäftigt; zehn im Werkstatt- und Lagerbereich und der Rest in der Verwaltung. Im Moment hat man zwei kaufmännische und zwei technische Azubis. In Zukunft wird das Unternehmen auf ein neues regionales Ausbildungskonzept setzen, wobei die zentrale Berufsschulzeit am Standort Bielefeld verbracht werden wird.

Die Bürokapazität wird beim derzeitigen Wachstum noch ca. 2 – 3 Jahre ausreichen. Im Lagerbereich kann der Betrieb externe Flächen an verschiedenen Standorten anmieten.

Dr. Harzer bedauert die momentan noch fehlende gastronomische Infrastruktur rund um seinen Betrieb. Im ganzen Umfeld gibt es kaum Möglichkeiten für seine Mitarbeiter ein Mittagessen zu kaufen, die Gaststätten im Kino hätten mittags nur teilweise geöffnet. Gegenwärtig würde ein mobiler Brotzeitdienst gute Dienste leisten, welcher täglich am Vormittag seinen Wagen öffnet. Die angesprochene Restauration in der geplanten neuen Produktionsstätte mit Gästehaus könnte hier auf große Nachfrage stoßen.

Produziert wird in Hamburg und in Moosburg. In Mintraching kümmert man sich um den Vertrieb, Vermietung, Rück- und Wiederverkauf sowie den Kundendienst. Zunehmend spezialisiert man sich auch auf Hochregallager. Die Fahrzeuge sind mit Gas-, Diesel- oder Elektroantrieb ausgestattet. Das Interesse an Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren ist rückläufig. Der Trend geht, wie auch in anderen Branchen, immer mehr zum Elektroantrieb. Eingesetzt werden hier immer mehr Lithium-Ionen Batterien, welche umweltverträglicher wie herkömmliche Batterien sind. Auch die Ladezeit würde sich damit stark verkürzen.

Sonja Aigner
-Schriftführerin-

unser Foto zeigt von links: CSU Gemeinderat Dr. Josef Holzner, 2. Bürgermeister und CSU Vorsitzender Hans Mayer, Leiter Vertriebszentrum Jungheinrich Dr. Tobias Harzer, Beisitzer Horst David, CSU Gemeinderat und Landesvorsitzender des CSU-Arbeitskreises Migration und Integration Ozan Iyibas, Schatzmeister Frank Langwieser

Besuch bei unserer Polizeiinspektion

v.l.: 2. Bürgermeister und Ortsvorsitzender Hans Mayer, Leiter der örtlichen Polizeiinspektion Hermann Eschenbecher, MdL Dr. Florian Herrmann, Schatzmeister des CSU-Ortsverbandes Frank Langwieser

Nicht, dass es der erste Besuch in der Polizeiinspektion Neufahrn gewesen wäre, aber diesmal sind wir mit „geballter“ Macht aufgetreten, um uns Informationen über die allgemeine Sicherheitslage und insbesondere in Neufahrn zu holen. Mitglieder des CSU-Ortsvorstandes (u. a. 2. Bürgermeister Hans Mayer, Landesvorsitzender des CSU-Arbeitskreises für Integration und Migration Ozan Iyibas) haben ihren Bundestagsabgeordneten Erich Irlstorfer und Dr. Florian Herrmann MdL, den Stimmkreisabgeordneten unseres Landkreises, begleitet. In seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Landtagausschusses für „Kommunale Fragen, Innere Sicherheit und Sport“ hat Dr. Herrmann regelmäßigen Kontakt mit der Inspektion Neufahrn.

Unser Gastgeber, Erster Polizeihauptkommissar Hermann Eschenbecher, seit dem 1.1.2017 Dienststellenleiter, stellte konzentriert und kompakt die Situation seiner Inspektion im Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern-Nord dar. Die vier Gemeinden Neufahrn, Eching, Hallbergmoos und Fahrenzhausen mit gemeinsam gut 52.000 Einwohnern gelten als besonders anspruchsvoll, auch wegen der Nähe zur Großstadt München. Zum Arbeitsaufkommen teilte er mit, dass in den ersten sieben Monaten dieses Jahres bereits ca. 7.000 Anzeigen und Ermittlungen bearbeitet bzw. abgearbeitet wurden. Derzeit verrichten rund 40 Beamtinnen und Beamte mit einem Durchschnittsalter von 34 Jahren ihren Dienst bei der PI Neufahrn.

Das Aufgabenspektrum liegt bei der Bearbeitung von Unfallfluchten, insbesondere im Industriegebiet, bis hin zu Wohnungseinbrüchen. Auch wenn seine Beamtinnen und Beamten hoch engagiert seien, liegt die Aufklärungsquote z. B. beim Wohnungseinbruch im Vergleich zur allgemeinen Kriminalität (dort bei 58,3 %) bei 15 %.
Sehr arbeitsintensiv sind Vermisstenfälle von Jugendlichen, die doch immer wieder auftreten. Die Ausländerkriminalität liegt nicht signifikant höher als in anderen Inspektionen. Gott sei Dank gibt es im Inspektionsbereich wenig schwere Verkehrsunfälle. Den Rasern versucht man durch ständiges Lasern beizukommen, aber gegen Unvernunft ist kaum ein Kraut gewachsen.

Das Ansehen der PI Neufahrn in der Bevölkerung bezeichnet Hermann Eschenbecher als gut. Beleg dafür seien die positiven Erfahrungen z. B. beim letzten Blaulichttag des BRK in Eching.
Sehr gut klappt die Zusammenarbeit zwischen den benachbarten Dienststellen, die sich aushelfen, wenn irgendwo „Not am Mann oder an der Frau“ ist. Besonders freut Herrn Eschenbecher, dass er im Bereich der jugendtypischen Delikte seit Kurzem personelle Unterstützung bekommen hat. Dadurch kann gerade in diesem mitunter schwierigen Bereich eine strategische Neuausrichtung erfolgen.

Wenn Sie Hilfe von der Polizei brauchen, erinnern Sie sich an die Notrufnummer 110. Sie landen dann in der Einsatzzentrale in Ingolstadt, die einen Überblick darüber hat, welcher Streifenwagen gerade in der Nähe ist und effizient den Einsatz leiten kann. Die Ausrüstung mit digitalen Funkgeräten ist in Bayern inzwischen obligatorisch; ein Gerät ist immer so geschaltet, dass eine enge Einsatzkoordination mit der Feuerwehr und anderen Rettungsdiensten möglich ist.

Es ist also so, dass von mehr öffentlicher Sicherheit in Bayern nicht nur geredet wird, sondern den Ankündigungen auch die Taten folgen. Eines aber wird immer sein: Trotz aller vorbildlicher Prävention kann die Polizei das Verbrechen im Sinne des Wortes nur verfolgen, sie kann ihm leider nicht vorauseilen.

Gerhard Michels

 

Mund,-Kiefer- und Gesichtschirurgie Dr. med. Cufi

Der CSU-Wirtschaftssommer, welcher bereits zum fünften Mal in Folge von 2. Bürgermeister und CSU-Ortsvorsitzenden Hans Mayer organisiert und durchgeführt wird, führte die Delegation des CSU-Ortsverbands Neufahrn in die Bahnhofstr. 42 a zu Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurg Dr. med. Daniel Cufi. Die Teilnehmer trafen sich dort mit ihm und seiner Frau Salome zum Gespräch.

Die Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie nimmt eine Sonderstellung unter den Ärzten ein. Neben der abgeschlossenen ärztlichen Ausbildung setzt es auch das zahnärztliche Staatsexamen voraus. Abschließend muss noch eine mindestens vierjährige klinische Weiterbildung in einer Fachklinik durchlaufen werden, welche Dr. Cufi am Universitätsklinikum Freiburg absolviert hat. Derzeit gibt es in Deutschland ca. 1.200 entsprechend ausgebildete Ärzte. Der MKG wird in der Regel auf Zuweisung eines Zahnarztes tätig. Zu seinem umfangreichen Aufgabenbereich gehören zum einen operative Eingriffe im Bereich von Zahnwurzeln, Zahnfleisch und Kieferknochen, z. B. Implantate (künstliche Zahnwurzeln), das Herausoperieren retinierter („stecken gebliebener“) Weisheitszähne, die Rettung eines bedrohten Zahns durch die Entfernung einer entzündeten Wurzelspitze, aber auch operative Korrekturen von Kieferfehlstellungen, wie z. B. ein Über- oder Unterbiss. Bei Behandlungen unter Vollnarkose steht ihm ein Anästhesist zur Seite.

Dr. Cufi lebt in München und war bis vor einem Jahr Partner in einer Münchner Praxis. Im September 2016 hat er nun den Schritt in die Selbständigkeit gewagt und sich eine 200 m² umfassende Praxis nach seinen Wünschen und Vorstellungen eingerichtet. In den hellen, freundlichen Räumlichkeiten fühlt man sich gleich willkommen und gut aufgehoben. Seine Behandlungsräume sind nach den neuesten technischen Standards und Anforderungen ausgestattet. Die Praxis bietet den Patienten sogar das dreidimensionale Röntgen – die digitale Volumentomographie (DVT) – bei der auch die Strahlenbelastung für den Patienten niedrig gehalten ist, an. Die Behandlungsräume sind so gestaltet, dass eine ruhige, entspannende Atmosphäre entsteht, was gerade bei so genannten Angstpatienten sehr wichtig ist.

Einer der Hauptgründe, warum er sich für den Standort Neufahrn entschieden hat, war die sehr gute Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln sowie die gute Erreichbarkeit mit dem PKW. Seinen Patienten stehen kostenlose Parkplätze direkt vor der Praxis zur Verfügung. Bei den öffentlichen Parkplätzen könnte allerdings die Parkzeitbeschränkung auf 2 Stunden bei operativen Eingriffen ein kleines Zeitproblem darstellen. Er steht bereits seit langem in guten Kontakt mit den Zahnärzten in der Umgebung und führt im Interesse seiner Patienten keine Behandlung ohne Rücksprache mit dem zuständigen Zahnarzt durch. Bei Notfällen seiner Kollegen steht Dr. Cufi jederzeit gerne und schnell zur Verfügung.

Sonja Aigner
-Schriftführerin-

Das 3. Foto zeigt von links:
2. Bürgermeister und Ortsvorsitzender Hans Mayer, MdB Erich Irlstorfer, Dr. Salome und Dr. Daniel Cufi, stellv. Vorsitzender, Gemeinderat und Landesvorsitzender des CSU-Arbeitskreises Migration und Integration Ozan Iyibas, Beisitzer CSU Ortsverband Horst David